Manninger – Zurück zu alter Stärke

Nachdem Ausfall von Simon Jentsch ist Alexander Manninger seit zwei Spielen die Nummer 1 der Augsburger und überzeugt stets mit starken Leistungen. Ganz Deutschland schwärmt vom „Ösi-Opa“.

Am vergangenen Spieltag standen sich der VfL Wolfsburg und der FC Augsburg gegenüber. Im Tor stand wieder einmal Alex Manninger. Beim VfL traf er auf seinen ehemaligen Teamkollegen und Freund Diego. Die beiden Ex-Turiner umarmten sich herzlich vor der Partie. Diego wusste Manninger das ein oder andere Mal zu testen, doch Manninger hielt seinen Kasten lange sauber und blieb Sieger über den Brasilianer. Bei Diegos Aufenthalt in Turin waren die beiden Nachbarn und trafen sich des Öfteren auch abseits des Platzes.

„Wenn man sich fast jeden Tag bei der Arbeit sieht, dann verbindet das schon“, sagte Manninger nach Abpfiff. Nachdem Spiel meinte Diego wehmütig: „Gut für Alex, schlecht für uns. Meine beiden Schüsse waren ja nicht so schlecht. Er reagierte sensationell.“ Am Gegentor durch Naldo war Manninger machtlos. Kurz vor Ende der Partie parierte der gebürtige Salzburger einen platzierten Kopfball und sicherte so den Punkt für den abstiegsbedrohten FCA.

In der deutschen Presse wurde Riese Manninger, wie schon eine Woche zuvor bei seinem Ligadebüt, gefeiert.“Mannomann, Manninger! Ösi-Opa riesig“, titelte etwa die Bild. Auch der Trainer des FCA, Markus Weinzierl, lobte: „Er war heute ein sehr, sehr guter Torhüter.“

Der zuvor vereinslose Keeper entschloss sich erst kurz vor der Winterpause das Trikot der Augsburger überzustreifen und erhielt einen Kontrakt bis zum Saisonende. Nachdem sein Vertrag bei Juventus Turin zu Saisonende nicht verlängert wurde, hielt sich Manninger selbst fit. Das Training von Ex-Nationaltorhüter Friedl Koncilia in Bad Ischgl hat sich vollkommen ausgezahlt. „Vor ein paar Wochen saß ich noch in meiner Wohnung auf dem Sofa und jetzt spiele ich Bundesliga“, sagt Manninger.

Verlernt hat der 35-Jährige nichts und ist ebenso ehrgeizig wie am ersten Tag. „Ein gewisses Alter verlangt mehr Akribie und Pflege“, erklärte der Österreicher. Verlernt hat er nichts und seinen Ehrgeiz hat er auch nicht verloren. Er ist immer einer der ersten auf dem Trainingsplatz und einer, der letzten, die in die Kabine gehen. „Ein gewisses Alter verlangt mehr Akribie und Pflege“, verrät der 35-Jährige. Und vielleicht winkt am Ende des Tages ja noch ein Aufenthalt bei Marcel Koller und dem ÖFB-Team…